Archiv der Kategorie 'Allgemein'


Umstieg auf Ubuntu

Wednesday, 21. November, 2007

Seit einigen Tagen habe ich auf meinem Bürorechner Ubuntu 7.10 im Dual-Boot mit Windows XP laufen und beginne nun damit, einen dauerhaften Wechsel zu der Linux-Distribution zu machen. Ich bin mal gespannt, wie weit ich damit komme :). Standard-Anwendungen wie Firefox, OpenOffice, Gimp und Eclipse decken ja den Großteil des alltäglichen Bedarfs ab. LaTeX ist hier sowieso “zuhause”. Einen Webserver zum Testen hat man gleich auf der lokalen Maschine. “Lustig” wird es somit wohl erst werden, wenn die Spezialfälle auftauchen…

Ich bin alles andere als ein Newcomer zu Linux — auf Servern kommt mir schon seit Jahren nix anderes als Debian unter die Finger. Mein digitaler Videorecorder zu Hause läuft auch mit Debian (und VDR). Und Hardware wird immer unter dem Gesichtspunkt der Linux-Kompatibilität angeschafft. Aber auf dem Desktop war ich bisher noch sehr zurückhaltend, auch wenn ich regelmäßig seit SuSE4.4 in den späten 90ern immer mal wieder damit experimentierte. Gerade im Multimedia-Bereich (insb. Videoschnitt, -Editing) gibt es noch einige Lücken im Linux-Software-Portfolio und man hat sich ja an die Tools unter Windows gewöhnt. Zudem steht mir hier im Büro eigentlich auch ein umfangreiches Adobe-Softwarepaket zur Verfügung, der Verzicht fällt schon etwas schwerer. Und ausgerechnet heute kündigt MySQL das lang ersehnte “Workbench” als Beta an — aber erstmal nur für Windows. Grr. Argh. Naja, es gibt ja auch noch KVM/Xen.

Optisch macht Ubuntu/Gnome mittlerweile einen hervorragenden Eindruck und muss sich in Sachen “eye candy” sicherlich nicht mehr vor Vista oder OSX verstecken. Dank Compiz hat man herrlich viele graphische Spielereien auf dem Desktop zur Verfügung, die auch in einigen Fällen die Usability erhöhen. Außerdem hat man “wobbelige” Fenster! Was will man mehr!? ;-)

Ärger macht momentan vor allem noch der Ruhezustand/Standby. Keinerlei Fehler- oder Debug-Meldungen in den Logs, aber ein eingefrorener PC nach Aufruf des “Standby”-Modus … hrmpf. Den Rechner jeden Abend komplett herunterzufahren ist schon gewöhnungsbedürftig, aber vielleicht bekomme ich das ja noch in den nächsten Tagen gebacken. Die Logitech USB-Webcam funktioniert auch nur mit einem eigenartigen Zoom-Modus, aber das Kapitel “Videokonferenz” habe ich eh noch gar nicht richtig angegangen…

SeeAlso in ViBI

Monday, 19. November, 2007

Jakob Voss hat in seinem Blog ja kürzlich einen neuen Webservice des GBV vorgestellt: SeeAlso gibt nach Übergabe einer ISBN dynamische Links auf Wikipedia und Librarything zurück. Ich habe das testweise auch mal in das ViBI der Informationswissenschaft eingebaut und es funktioniert wunderbar einfach. Man hat als Admin wenig Arbeit (im Prinzip nur eine JavaScript-Datei einbinden), die große Last schultert dabei natürlich der GBV.

Ich habe mir mittlerweile auch mal eine so genannte “CueCat” aus den USA zugelegt — das ist im Grunde ein ganz einfacher Barcode-Scanner mit USB-Anschluss. Damit kann man den Barcode von Büchern einscannen und bekommt somit flugs die ISBN ohne jegliche Tipparbeit direkt in den PC. Zum Erfassen des kleinen privaten Buchbestandes ideal und kostet maximal $15. Und wenn man den Input der CueCat direkt an SeeAlso (oder ähnliche Dienste) füttert, bekommt man fix thematisch passende Wikipedia-Links auf den Bildschirm — ohne dass man die Tastatur berührt hat :). Okay, das ist in erster Linie ein Spielzeug für Geeks, aber wenn man sich das mal in der praktischen Anwendung vorstellt: Man hält zukünftig einfach ein Buch (oder ein sonstiges Objekt) vor die Webcam des PCs und erhält dann automatisch weiterführende Links im Browser. Semapedia macht das ja im Grunde schon.

Die CueCat funktioniert natürlich auch mit DVDs. Oder mit dem Kühlschrankinhalt, … prinzipiell mit allem was einen EAN- oder UPC-Barcode hat.

Aufgerüstet

Saturday, 2. December, 2006

Ganz Deutschland ist im Vor-Mehrwertsteuer-Erhöhungs-Kaufrausch und da kann ich natürlich nicht hintenanstehen. Ich hab mir also ein neues “Arbeitsgerät” zugelegt — ein 21″-Widescreen TFT-Monitor mit 1680×1050 Pixeln. Ich habe wieder zu einem Samsung-Modell gegriffen (215TW) — schon in Analog-Zeiten hatte ich mit diesem Hersteller nur gute Erfahrungen gemacht. Auch diesmal keine Probleme soweit: Kein einziger Pixelfehler, DVI, gleichmäßige Ausleuchtung, ein irrer Kontrast, dazu Pivot-Funktion und ein schöner schmaler Rahmen. Auf der anderen Seite habe ich als Non-Gamer und bestenfalls Hobby-Grafiker ja auch keine sonderlich extrem hohen Anforderungen. Aber es macht Arbeiten am PC viel angenehmer: Endlich genügend Platz für Eclipse, Firefox und Winamp gleichzeitig… eine sehr lohnende Anschaffung.

monitore.jpg
Kompliment übrigens an den Shop hoh.de: Mittwoch Abends per Vorkasse(!) bestellt, am Freitag Morgen schon geliefert — sowas habe ich noch nie erlebt :-).

Und obwohl ich jetzt schon einige Millionen glückliche Pixel habe, juckt mir so manches vorweihnachtliches Billig-Angebot immer noch ziemlich in den Fingern … vielleicht könnte ich ja einen solchen 08/15-Monitor quasi als Drittmonitor daneben stellen … nur wird’s dann auf dem Schreibtisch langsam eng und es würde wohl reichlich protzig aussehen :-). Auf der anderen Seite ist es manchmal schon erstaunlich, wieviele Anwendungen man gerne gleichzeitig nebeneinander auf dem Bildschirm hätte…

1,65 Milliarden US-Dollar

Monday, 9. October, 2006

Es ist offiziell: Google kauft YouTube. Willkommen in der DotComBlase2.0. Für ein 18 Monate altes Unternehmen mit gerade mal knapp 70 oder so Mitarbeitern, das sein Geschäftsprinzip im Grunde nur auf dem Publizieren der (teilweise sogar rechtlich zweifelhaften) Video-Materialien seiner Nutzer ausgelegt hat, gibt es also 1,65 Milliarden (!!!) Dollar in Aktien. Mei, mei, mei.

Im Vergleich dazu sind die 37 Millionen Euro des heute geknackten deutschen Lotto-Jackpots ja wahrlich Peanuts.

100 Meter Ethernet-Kabel

Monday, 18. September, 2006

… halten nicht lange vor. Es ist doch erstaunlich, wie schnell solch eine Menge Kabel zur Neige geht, insbesondere wenn man gleich fünf Stränge auf einmal verlegt. Jedenfalls habe ich damit mein Wochenende verbracht: Schlitze geklopft, Decken mit dem Bohrhammer durchbohrt, Kabel durch Leerrohr gezogen, Netzwerkdosen angeschlossen, Schlitze zugegipst. Dabei sei auch mal eine Lobeshymne an die deutsche LSA PLUS-Technik (Kein Scherz: Loetfrei Schraubfrei Abisolierfrei - Preiswert Leicht zu handhaben Universell anwendbar Sicher und Schnell ) angebracht: Das Auflegen der Kabel in die Dose ist herrlich einfach. Das Verlegen des Leerrohres war hingegen ungleich komplizierter und aufwändiger…

Nach langem Hin-und-Her-Überlegen habe ich mich für “billiges” Cat5e-Kabel entschieden, da mehr als 1GBit in nächster Zukunft wohl eh nicht “im häuslichen Umfeld” in Frage kommt und die teureren Alternativen entweder auch noch nicht offiziell für 10GBit freigegeben (Cat6), schwerer zu verlegen (Cat7) oder einfach schweineteuer (Glasfaser) sind. Es gibt zudem ja auch erste Anstrengungen, sogar 10GBit über kurze Strecken von Cat5e Twisted Pair zu mogeln. Und sollte eines fernen Tages wirklich mal 10GBit+ erforderlich werden, wird halt Glasfaser in die Leerrohre eingezogen :)
Den ersten 100Mbit-Leistungstest hat das frischverlegte Kabel dann auch mit Auszeichnung bestanden (Puh!), dafür sind meine Hände von der Schlitzeklopferei völlig zerschunden. Jetzt brauche ich erstmal eine Woche Büroarbeit, um mich davon zu erholen ;-)

Langzeitarchivierung

Tuesday, 5. September, 2006

Gerade bin ich beim Aufräumen auf einen alten Stapel Disketten gestossen. Aus unerfindlichen Gründen habe ich doch tatsächlich immer noch meine allererste Diskette (5 1/4 Zoll wohlgemerkt) aus dem Mathe-Unterricht der fünften Klasse. Und jetzt werde ich sie wohl auch nicht mehr wegwerfen ;-). Unser Mathe-Lehrer war schon frühzeitig ein Verfechter von Computern in der Schule und so kamen wir schon 1986 in den Genuss erster BASIC-Lektionen. Leider läuft die Disk nicht mehr — mein 5 1/4 Zoll Laufwerk (ja, hatte ich auch noch ‘rumfliegen) mag sie jedenfalls nicht mehr lesen.

Die älteste noch lesbare Datei die ich auftreiben konnte, stammt vom 14. Mai 1990. Gerade mal 10 Tage zuvor hatte ich meinen ersten IBM-kompatiblen PC erhalten und offenbar als Vorbereitung für die nächste drohende Latein-Klausur ein paar Deklinationen aufgeschrieben:

Latein Lektionen
Grammatik
Lex.: XXX

I) Adjektive der i-Deklination

   a) Formen:

	ventus acer		vox acris		ferrum acre
	venti acri		vocis acris		ferri acris
	vento acri		voci acri		ferro acri
	ventum acrem		vocem acrem 		ferrum acre
	vento acri		voce acri 		ferro acri

Immerhin sind die Dateien nach 16 Jahren wirklich noch lesbar, wenn auch nicht in der Original-Formatierung. Damals hatte ich Works 1.0 genutzt (Works für DOS war das wohl) und das Datenformat kann heute kaum noch ein Programm lesen. Mit dem Word Viewer und Works 4.0 Converter konnte ich immerhin den “nackten” Text lesen.

“ventus acer” … meine Güte, ich kriege heute immer noch das Grausen, wenn ich an diese Horror-Jahre mit Latein denken muss… es hat bis in die 11.Klasse gedauert, bis ich den Dreh ‘raushatte.

R.I.P. CAPS-LOCK

Saturday, 19. August, 2006

Passend zum Sommerloch wird derzeit eine Initiative zum Entfernen der CAPS-LOCK-Taste von zukünftigen Tastaturen auch außerhalb von Klein-Bloggersdorf beworben. Gegen eine Abschaffung der Taste hätte ich nichts einzuwenden — lediglich zu alten CPC464-Zeiten war die mal ganz nützlich, wenn man große Mengen an Programmcode (die legendären “DATA”-Zeilen) aus den einschlägigen Heften (”Schneider International” u.a.) abtippen musste.

Aber heutzutage brauche ich diese Taste nicht mehr, ebenso die dämlichen Windows-Tasten, die ich eigentlich nur aus Versehen betätige. Also habe ich die CAPS_LOCK und zwei der drei Windows-Tasten zumindest auf meinem Heim-PC schon vor einiger Zeit abgeschaltet — im Netz gibt es ja genügend Hinweise, wie man sich einen entsprechenden Windows-Registry-Eintrag zusammenbastelt:

Windows Registry Editor Version 5.00

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Keyboard Layout]
“Scancode Map”=hex:00,00,00,00, 00,00,00,00, 04,00,00,00, 00,00,5B,E0, 00,00,5C,E0, 00,00,3a,00, 00,00,00,00

Jetzt habe ich zwar drei tote Tasten, aber auch weniger nervige Vertipper.

CHM Dateien auf einem Netzwerkpfad öffnen

Thursday, 20. July, 2006

Seit einiger Zeit habe ich den “Meine Dateien” Pfad meines Windows PCs komplett auf ein Netzlaufwerk meines Linux Fileservers gemappt. Unter anderem liegen nun also auch einige CHM-Hilfedateien in der so geannten “Intranet-Zone”. Seit XP Service Pack 2 funktioniert nun aber der Zugriff nicht mehr — “Die Aktion wurde abgebrochen” zeigt der fu&%§$% Explorer beim Aufruf der CHM-Version des PHP-Manuals.

Es gibt drei Wege das Problem zu lösen, wenn sich die Nutzung einer CHM-Datei nicht vermeiden lässt: Restlichen Eintrag lesen…. »

Using Linksys WUSB54G Adapter with Debian

Thursday, 6. July, 2006

WUSB54G and DebianThis is a short HowTo listing the steps to get the Linksys (Cisco) wireless WUSB54G Rev04 adapter working with Debian Sarge / Kernel 2.6.12 or 2.6.16 and the official Ralink Linux driver. This is mostly a quick write-up so I remember the steps if I ever have to do it again. But maybe it helps someone else too.

Restlichen Eintrag lesen…. »

Ausgedruckt

Thursday, 6. July, 2006

Frühjahrsputz im Hochsommer … welch Spaß. Aber es ist an der Zeit, sich endlich mal von ollen Geräten zu trennen, die eh nur Platz wegnehmen. Da wird man ja schon ein wenig sentimental, denn die diversen Systeme haben seinerzeit einen Berg Geld gekostet, das man sich als armer Schüler über Ferienjobs und Betteleien bei Verwandten mühsam zusammensparen musste. Also sollen sie zumindest hier im Internetz für alle Zeiten verewigt werden ;-)
Star LC 10 anno 1988So wird nun auch mein erster Drucker entsorgt, ein Star LC 10 … das war ein 9-Nadeldrucker mit für seine Zeit exzellentem Druckbild. Gekauft habe ich das Ding am 28. Januar 1988 für 695 DM plus 19 DM für einen Packen Endlospapier (die Quittung kann ich jetzt wohl auch wegwerfen). Der LC 10 hatte noch eine Centronics-Schnittstelle, und lief auch zunächst einige Jahre an meinem Schneider CPC 464. Und er verrichtete jahrelang treu seinen Dienst, druckte tausende Zeilen BASIC und PASCAL Programmlistings und diverse Ausgaben von Schülerzeitungen.

Im März 1994 kam dann für 899,- DM das Upgrade auf einen HP 550 C Tintenstrahldrucker, der auch bis heute noch mein einziger Drucker ist. Die Tintenpatronen waren anfangs so teuer, dass der LC 10 nebenher noch bis 1998 weiter als Zweitdrucker diente … Programmlistings sind auf Endlospapier ja auch einfach am besten aufgehoben.

Nach nun mehr als 12 Jahren mit dem Tintenpisser ist allerdings endlich Zeit für die nächste Generation: Ein Samsung CLP 300N Farblaserdrucker soll mein nächster Drucker werden. Der ist klein, recht günstig und hat ‘nen Netzwerkanschluss. Ab August soll er wohl im Handel zu kriegen sein. Bin mal gespannt, ob der auch mehr als eine Dekade lang seine Dienste verrichtet.

Schneider VGA AT 40 anno 1990Ebenfalls den Weg zur Entsorgungsstelle gehen die spärlichen Überreste meines ersten IBM-kompatiblen PCs: Ein Schneider VGA AT System 40, Nachfolger des System 240. Die “40″ stand hierbei für die integrierte 40 Megabyte-Platte. Herz des Rechners war ein mit 12 Mhz getakteter Siemens SAB 80286 Prozessor, dazu 1 Megabyte RAM (Baugruppe 50503). Highlight war der integrierte ATI VGAWONDER Grafikchip mit 256 KB RAM, der 800×600 Pixel mit 16 Farben darstellen konnte. Angeschafft im Mai 1990 für heftige 5900,- DM (inkl. Monitor). Damals stellten die Schneider Rundfunkwerke tatsächlich noch eigene PCs her — das waren keine aufgekauften Designs wie spätere Modelle. Auf dem System lief zuerst MS DOS 3.3 und mit viel Geduld später sogar Windows 3.0. Schon im Mai 1992 hatte das Gerät allerdings seine Schuldigkeit getan — den dazugehörenden sehr guten 13″ Multiscan Monitor hingegen nutzte ich bis 1997.