AUG19
Passend zum Sommerloch wird derzeit eine Initiative zum Entfernen der CAPS-LOCK-Taste von zukünftigen Tastaturen auch außerhalb von Klein-Bloggersdorf beworben. Gegen eine Abschaffung der Taste hätte ich nichts einzuwenden — lediglich zu alten CPC464-Zeiten war die mal ganz nützlich, wenn man große Mengen an Programmcode (die legendären “DATA”-Zeilen) aus den einschlägigen Heften (”Schneider International” u.a.) abtippen musste.
Aber heutzutage brauche ich diese Taste nicht mehr, ebenso die dämlichen Windows-Tasten, die ich eigentlich nur aus Versehen betätige. Also habe ich die CAPS_LOCK und zwei der drei Windows-Tasten zumindest auf meinem Heim-PC schon vor einiger Zeit abgeschaltet — im Netz gibt es ja genügend Hinweise, wie man sich einen entsprechenden Windows-Registry-Eintrag zusammenbastelt:
Windows Registry Editor Version 5.00
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Keyboard Layout]
“Scancode Map”=hex:00,00,00,00, 00,00,00,00, 04,00,00,00, 00,00,5B,E0, 00,00,5C,E0, 00,00,3a,00, 00,00,00,00
Jetzt habe ich zwar drei tote Tasten, aber auch weniger nervige Vertipper.
AUG7
Elix hat mich mit dem Kommentar zum US-Serienplaner auf die Idee gebracht, dass es für manche Inhalte hier im Blog nicht verkehrt sein könnte, wenn mehrere Leute Schreibberechtigung hätten. Da ich aber im sablog keine weiteren Accounts vergeben will, wäre eine andere Lösung notwendig. Zufällig habe ich gerade letzte Woche testweise MediaWiki 1.7 hier aufgespielt, um mal mit der SemanticWeb-Erweiterung “herumzuspielen”. Eigentlich sollte das Wiki also gar nicht an die Öffentlichkeit, aber so ein System ist ja eine ideale Lösung, um beispielsweise solche Sachen wie den Serienplaner einfach durch mehrere Leute zu verwalten.
Also hab ich nun den Passwort-Schutz entfernt und das MediaWiki im Hau-Ruck-Verfahren in das sabweb-Layout eingepflanzt. Wer will, kann nun also auch “mitspielen”: http://serienwiki.sabweb.net.
Da das Ganze also wie geschrieben aus einer Testumgebung entstanden ist, dürfte es hin- und wieder an verschiedenen Ecken “klemmen”. Ich hab’s mir auch noch gar nicht mit dem Internet Explorer angeschaut… :-o. Da das MediaWiki ziemlich Ressourcen frisst (und der APC Opcode Cache derzeit mit dem MediaWiki nicht funktioniert), läuft es manchmal auch etwas langsam. Aber große Nutzerzahlen erwarte ich eh nicht.
Ob das System eine längerfristige Zukunft hat, weiss ich noch nicht — hängt auch davon ab, inwieweit Spam und Vandalismus den “Unterhaltsaufwand” erhöhen.
Der Wiki-Inhalt ist verfügbar unter der Attribution-NonCommercial-ShareAlike 2.5 Creative-Commons-Lizenz.
JUL20
Seit einiger Zeit habe ich den “Meine Dateien” Pfad meines Windows PCs komplett auf ein Netzlaufwerk meines Linux Fileservers gemappt. Unter anderem liegen nun also auch einige CHM-Hilfedateien in der so geannten “Intranet-Zone”. Seit XP Service Pack 2 funktioniert nun aber der Zugriff nicht mehr — “Die Aktion wurde abgebrochen” zeigt der fu&%§$% Explorer beim Aufruf der CHM-Version des PHP-Manuals.
Es gibt drei Wege das Problem zu lösen, wenn sich die Nutzung einer CHM-Datei nicht vermeiden lässt: Den Rest dieses Eintrags lesen… »
JUL6
This is a short HowTo listing the steps to get the Linksys (Cisco) wireless WUSB54G Rev04 adapter working with Debian Sarge / Kernel 2.6.12 or 2.6.16 and the official Ralink Linux driver. This is mostly a quick write-up so I remember the steps if I ever have to do it again. But maybe it helps someone else too.
Den Rest dieses Eintrags lesen… »
JUL6
Frühjahrsputz im Hochsommer … welch Spaß. Aber es ist an der Zeit, sich endlich mal von ollen Geräten zu trennen, die eh nur Platz wegnehmen. Da wird man ja schon ein wenig sentimental, denn die diversen Systeme haben seinerzeit einen Berg Geld gekostet, das man sich als armer Schüler über Ferienjobs und Betteleien bei Verwandten mühsam zusammensparen musste. Also sollen sie zumindest hier im Internetz für alle Zeiten verewigt werden 
So wird nun auch mein erster Drucker entsorgt, ein Star LC 10 … das war ein 9-Nadeldrucker mit für seine Zeit exzellentem Druckbild. Gekauft habe ich das Ding am 28. Januar 1988 für 695 DM plus 19 DM für einen Packen Endlospapier (die Quittung kann ich jetzt wohl auch wegwerfen). Der LC 10 hatte noch eine Centronics-Schnittstelle, und lief auch zunächst einige Jahre an meinem Schneider CPC 464. Und er verrichtete jahrelang treu seinen Dienst, druckte tausende Zeilen BASIC und PASCAL Programmlistings und diverse Ausgaben von Schülerzeitungen.
Im März 1994 kam dann für 899,- DM das Upgrade auf einen HP 550 C Tintenstrahldrucker, der auch bis heute noch mein einziger Drucker ist. Die Tintenpatronen waren anfangs so teuer, dass der LC 10 nebenher noch bis 1998 weiter als Zweitdrucker diente … Programmlistings sind auf Endlospapier ja auch einfach am besten aufgehoben.
Nach nun mehr als 12 Jahren mit dem Tintenpisser ist allerdings endlich Zeit für die nächste Generation: Ein Samsung CLP 300N Farblaserdrucker soll mein nächster Drucker werden. Der ist klein, recht günstig und hat ‘nen Netzwerkanschluss. Ab August soll er wohl im Handel zu kriegen sein. Bin mal gespannt, ob der auch mehr als eine Dekade lang seine Dienste verrichtet.
Ebenfalls den Weg zur Entsorgungsstelle gehen die spärlichen Überreste meines ersten IBM-kompatiblen PCs: Ein Schneider VGA AT System 40, Nachfolger des System 240. Die “40″ stand hierbei für die integrierte 40 Megabyte-Platte. Herz des Rechners war ein mit 12 Mhz getakteter Siemens SAB 80286 Prozessor, dazu 1 Megabyte RAM (Baugruppe 50503). Highlight war der integrierte ATI VGAWONDER Grafikchip mit 256 KB RAM, der 800×600 Pixel mit 16 Farben darstellen konnte. Angeschafft im Mai 1990 für heftige 5900,- DM (inkl. Monitor). Damals stellten die Schneider Rundfunkwerke tatsächlich noch eigene PCs her — das waren keine aufgekauften Designs wie spätere Modelle. Auf dem System lief zuerst MS DOS 3.3 und mit viel Geduld später sogar Windows 3.0. Schon im Mai 1992 hatte das Gerät allerdings seine Schuldigkeit getan — den dazugehörenden sehr guten 13″ Multiscan Monitor hingegen nutzte ich bis 1997.
JUN20
Ich hatte ja schon vor ein paar Monaten von der drohenden Einstellung des Studiengangs Informationswissenschaft an der Universität des Saarlandes berichtet — lange Zeit sah es so aus, als sei das Schicksal des Fachs besiegelt. Nachdem der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät III im Februar zunächst eine “planerische Nullquote” für den Studiengang beantragt hatte, hat im Mai jedoch zunächst der Studienausschuss und in der letzten Woche nun auch das Präsidium der Universität eine Nullquote abgelehnt. Dieser Entscheidung ging intensive Lobbyarbeit seitens der Fachschaft, von Studierendenvertretern und diversen Medien im Saarland in den vergangenen Monaten voraus. Es kommt nicht oft vor, dass eine Entscheidung eines Fakultätsrates von höheren Uni-Gremien zurückgewiesen wird.
Interessenten können sich nun also wieder für das Magisterstudium Informationswissenschaft einschreiben - wohl diesmal wirklich zum letzten Mal. Wie zuvor kann das Studium nur im Wintersemester aufgenommen werden, gleichfalls existiert wie jedes Jahr nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen. Die Anmeldefrist endet wohl bereits am 15. Juli 2006 - es ist also Eile geboten. Nähere Informationen zur Studienplatzbewerbung gibt’s auf den Webseiten der InfoWiss und beim Studierendensekretariat.
Der bisherige (seit 1980) Lehrstuhlinhaber Professor Zimmermann wird zum 30. September pensioniert. Seine Stelle wird bis auf weiteres vertreten durch einen noch bekanntzugebenden externen Professor. Die längerfristige Zukunft des Studiengangs ist jedoch unklar. 2007/08 steht auf jeden Fall die Einführung von Master/Bachelor Studiengängen bevor, spätestens dieser Termin fordert eine Neuorientierung des Studienfachs. Derzeit gibt es zwei Modelle: Eines sieht die Integration des Lehrstuhls in einen neuen Studiengang “Bildungswissenschaft” vor. Auf der anderen Seite wird ein Konzept diskutiert, das eine Angliederung der Informationswissenschaft an die Fachrichtungen Informatik, Wirtschaftsinformatik und Computerlinguistik vorsieht. Letzteres Konzept wurde vor allem von dem Computerlinguisten Prof. Uszkoreit entworfen. Für alle Studierende des bisherigen Studiengangs (auch diejenigen, die sich im WS einschreiben) gilt aber auf jeden Fall eine so genannte “Bestandsgarantie”, die sicherstellen soll, dass diese Studierenden ihr Studium ordnungsgemäß nach dem aktuell gültigen Modell durchführen können.
Der kommissarische Präsident der Saar-Uni, Professor Rolf Hartmann, wird in der Saarbrücker Zeitung mit den Worten zitiert: Jetzt haben wir den Wettbewerb der besten Ideen. Bleibt nur zu hoffen, dass sich auch wirklich das beste Konzept durchsetzt.
JUN5
Engadget hat etwas konkretere Infos zu der ersten digitalen Spiegelreflexkamera aus dem Hause Sony, die im Juli/August auf dem Markt kommen soll. Mit $999 visiert die Kamera klar die Zielgruppen der “Klassiker” Canon 350D oder Nikon D50 an. Sony kann in diesem “Prosumer”-Bereich ja auf das eingekaufte Know-How von KonicaMinolta bauen, auch die Objektive von Minolta sollen weiter von den Sony-Kameras unterstützt werden.
Ich warte ja erstmal noch die photokina im Herbst ab: Es soll ja eine Nachfolgerin der 350D in der Pipeline sein… Konkurrenz belebt jedenfalls das Geschäft — und macht die Entscheidung für den Endkunden komplizierter…
JUN5
Und es ist mal wieder soweit, eine Festplatte droht in dmesg und syslog ihr baldiges Ableben an. Ist ‘ne drei Jahre alte Hitachi — naja, da sie rund um die Uhr laufen musste, kann man das bei der heutigen Kurzlebigkeit von Hardware wohl verzeihen. Und ganz tot isse ja noch nicht, als Backup einer Backup-Platte kann sie vielleicht noch ihr Gnadenbrot verdienen.
Aber das bedeutet auf den heiligen Pfingstmontag mal wieder Sondierungen bei geizhals.cc nach den aktuellen Plattenpreisen. Et quelle surprise, da hat sich ja in den letzten Monaten wieder einiges getan. Samsung 250GB bei mindfactory schon für 59,49 Euronen. Das bedeutet umgerechnet 1 Terabyte kostet heutzutage soviel wie 1 Gigabyte vor 11 Jahren. Damals hab ich jedenfalls mal eine 1 GB Platte für 500 Mark angeschafft… Oder vor 16 Jahren eine Seagate ST-157A mit sagenhaften 44,7 Megabyte für jenseits der 700 Mark. 44 Megabyte. Und die haben jahrelang gereicht. Bis Windows kam.
Damit wären wir mal wieder beim gleichen Thema wie beim “Spore”-Posting: Wieviel Terabyte im Jahre 2015 wohl gängig sind?
BTW: Weil ich’s schon öfters auf Thesenblättern o.ä. gesehen habe: Man achte bitte auf die Schreibweise von “Tera”. Hat nix mit Terra zu tun 
JUN4
Wordpress ist zwar fein und gut, aber die Möglichkeiten zum Updaten sind etwas dürftig. Offiziell kann man nur das komplette *.tar.gz (oder .zip) ‘runterladen und nach einem kompletten Backup alle Dateien überschreiben. Hm. Hatte ich nun Änderungen an den Wordpress-Dateien vorgenommen oder nicht? Grübel. Ich hatte doch irgendwo einen “Wordpress Hacklog” Notizzettel…
Egal, für solche Situationen ist ein Diff empfehlenswert und das gibt’s bei Mark Jaquith zum Download.
Erst zum Testen ein
patch --dry-run -p0 < wordpress-2.0.2-to-2.0.3-changes.diff
und dann die eigentliche Action
patch -p0 < wordpress-2.0.2-to-2.0.3-changes.diff
Das Update auf 2.0.3 ist übrigens empfehlenswert, weil einige Security-Bugs behoben wurden. Allerdings hat es mittlerweile ja geradezu Tradition, dass auch wieder einige neue Bugs eingeführt wurden (”Are you sure?”) und wohl in den nächsten Tagen mit einem 2.0.3.1 zu rechnen ist — bis dahin kann man das “Tuneup”-Plugin benutzen, um diese Ärgernisse zu beseitigen.
JUN4
Ich habe ja schon lange keine Zeit mehr für Computerspiele, aber an was Game-Guru Will Wright (”SimCity”) nun schon seit fünf Jahren tüftelt, ist wahrlich verblüffend.
Wenn ich bedenke, wie begeistert ich vor einer guten Dekade von den Möglichkeiten in “Civilization I” war (immerhin war das mein erstes Simulations-Spiel auf dem PC nachdem zuvor lange “Kaiser” auf dem CPC 464 state of the art war) — und nun ist “Spore” wieder so ein Beispiel, welche Fortschritte die Computerindustrie mittlerweile gemacht hat. Das Spiel sollte eigentlich “SimEverything” heissen und wenn man sich die Demo anschaut, wird einem klar, dass dieser Name auch nicht unberechtigt gewesen wäre.
Dass solche umfangreichen und adaptiven Simulationspiele so schnell möglich sein werden, hätte man vor 10 Jahren nicht zu träumen gewagt. Bin mal gespannt, wie die Sache so um 2015 aussieht. Vielleicht habe ich bis dahin auch wieder mehr Zeit zum Zocken 