Wordpress 2.0.3

Wordpress ist zwar fein und gut, aber die Möglichkeiten zum Updaten sind etwas dürftig. Offiziell kann man nur das komplette *.tar.gz (oder .zip) ‘runterladen und nach einem kompletten Backup alle Dateien überschreiben. Hm. Hatte ich nun Änderungen an den Wordpress-Dateien vorgenommen oder nicht? Grübel. Ich hatte doch irgendwo einen “Wordpress Hacklog” Notizzettel…

Egal, für solche Situationen ist ein Diff empfehlenswert und das gibt’s bei Mark Jaquith zum Download.
Erst zum Testen ein
patch --dry-run -p0 < wordpress-2.0.2-to-2.0.3-changes.diff
und dann die eigentliche Action
patch -p0 < wordpress-2.0.2-to-2.0.3-changes.diff

Das Update auf 2.0.3 ist übrigens empfehlenswert, weil einige Security-Bugs behoben wurden. Allerdings hat es mittlerweile ja geradezu Tradition, dass auch wieder einige neue Bugs eingeführt wurden (”Are you sure?”) und wohl in den nächsten Tagen mit einem 2.0.3.1 zu rechnen ist — bis dahin kann man das “Tuneup”-Plugin benutzen, um diese Ärgernisse zu beseitigen.

Spore

Ich habe ja schon lange keine Zeit mehr für Computerspiele, aber an was Game-Guru Will Wright (”SimCity”) nun schon seit fünf Jahren tüftelt, ist wahrlich verblüffend.

Wenn ich bedenke, wie begeistert ich vor einer guten Dekade von den Möglichkeiten in “Civilization I” war (immerhin war das mein erstes Simulations-Spiel auf dem PC nachdem zuvor lange “Kaiser” auf dem CPC 464 state of the art war) — und nun ist “Spore” wieder so ein Beispiel, welche Fortschritte die Computerindustrie mittlerweile gemacht hat. Das Spiel sollte eigentlich “SimEverything” heissen und wenn man sich die Demo anschaut, wird einem klar, dass dieser Name auch nicht unberechtigt gewesen wäre.

Dass solche umfangreichen und adaptiven Simulationspiele so schnell möglich sein werden, hätte man vor 10 Jahren nicht zu träumen gewagt. Bin mal gespannt, wie die Sache so um 2015 aussieht. Vielleicht habe ich bis dahin auch wieder mehr Zeit zum Zocken ;-)

Das neue Slashdot

Slashdot ist seit nun schon fast neun Jahren eine der wichtigsten Online-News Quellen für Nerds und andere Websurfer. Das News-Portal war Vorbild für viele andere ähnliche Community-Newssites — inklusive Trollen, Star Trek Fans, Flamewars und Mac/Wintel-Glaubenskriegen. Seit Jahren basierte das Markup der eigentlich recht technophilen Website allerdings auf altem HTML3/4 Code — nun wird in den nächsten Tagen der lange vorbereitete Wechsel auf ein XHTML / CSS-basiertes Layout vollzogen.

Das neue Design ist ein schönes Beispiel für ein behutsames, aber dennoch frisches Facelifting. Die neue Website ist Slashdot-typisch schlicht, aber dennoch elegant und wirkt deutlich “aufgeräumter”. An “rounded corners” geht’s heute meist nur schwer vorbei (diesem Trend habe ich auch schon oft nachgegeben) und dazu einige Farbverläufe, aber im klassischen Slashdot-Grün. Interessant auch der Umstieg von einer Serifen-Schrift auf eine Sans Serif (Tahoma? Hab nicht nachgeschaut).

Dank des CSS-Einsatzes ist Slashdot nun auch Screenreader-kompatibel — divs statt tables.

Einzig der “Read More” Button der einzelnen Beiträge ist etwas ungünstig positioniert, den nimmt man dort irgendwie nicht wahr. Und vielleicht hätte ich auch den tiefschwarzen Balken am Kopf der Site mit den OSTG-internen Links etwas anders gestaltet — im Moment drängt der sich (zumindest für meinen Geschmack) etwas zu sehr auf und lenkt vom Slashdot-Logo ab. Aber wie gesagt, insgesamt sehr gelungen.

SaarUni Mensa RSS-Feed

Dank Saarblogger bin ich auf die Vision einer Mensa 2.0 im GoetheBlog gestossen.

Schöne Idee, vor allem das mit dem Foto des Menus ;-). Das Empfehlungssystem wiederum … naja, das würde wohl im Falle der Saarbrücker Mensa auf solche Einträge hinauslaufen: “Gäste, die heute das Schweineschnitzel mit Pommes Frites gegessen haben, … werden morgen woanders essen.” Was auch noch fehlt: Eine Webcam, die den Andrang in der Mensa zeigt. Damit man sich nicht ‘ne halbe Stunde die Füße in den Bauch steht.

Aber was ich eigentlich schreiben wollte: Zumindest einen RSS-Feed für die Saarbrücker Mensa kann ich anbieten (ja, ernsthaft): siehe http://is.uni-sb.de/frontpage/mensa.php (RSS).

Studierende der FR InfoWiss, EzW und SpoWi kennen diesen Service dank ViLI ja schon seit ein paar Jahren… Ich will schon seit Ewigkeiten die Menus der anderen “gastronomischen Einrichtungen” an der UdS mit aufnehmen, aber es fehlte dann doch die Motivation ;-)
Ist nicht mehr als ein RegExp-Hack, und natürlich nicht vom Studentenwerk abgesegnet, so beware.

BBC Programmarchiv in RDF

Die BBC hat gestern ihr komplettes Programmarchiv in einer Datenbank zum Recherchieren freigeben. Wohlgemerkt nur die Metadaten zu Radio- und Fernsehprogrammen der letzten Jahrzehnte — also keine Multimedia Dateien. Aber der Clou an der Sache ist, dass die Daten neben HTML auch in RDF (Resource Description Framework) abrufbar sind … ein El Dorado für Semantic Web Enthusiasten. Beispielsweise der RDF-Eintrag zu der Doctor Who Episode “The End of the World” (aus 2005), bei denen die Darsteller und Autoren mittels FOAF-Elementen beschrieben sind.

Da dauerte es natürlich nur ein paar Stunden, bis die ersten SPARQL-Queries für diese BBC-Daten publiziert wurden. Sogar tag clouds erzeugt die BBC.

Hmmm… da liegt es ja quasi auf der Hand, zukünftig auch ganz “normale” Episodenguides (zunächst nur zusätzlich) in RDF zu publizieren. Viele Episodenführer werden ja derzeit schon in Datenbanken verwaltet, ein RDF Export dürfte da ja nicht zu sehr aufwändig sein, wenn ein “Episodenführer-Vokabular” mal feststehen würde (Note to self: Schauen, was die MPEG7-Gruppe in der Richtung schon gemacht hat). Und wenn man das dann noch unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlichen würde…

Man stelle sich mal vor, wenn viele der heutigen Fansites zu diversen TV-Serien RDF-basierte Fassungen ihrer Episodenguides anbieten würden — man hätte im Nu eine globale (und maschinen-”verstehbare”) Episodendatenbank, die TV.com das Fürchten lehren würde. Okay, ist wohl eine arg idealistische Zukunftsvision mit zahlreichen “würde” und “könnte”, aber ein hübsches Spielzeug wäre es allemal :-). Aber mal sehen, vielleicht finde ich im Sommer etwas Zeit, um mal mit “meinen” Episodenführern etwas ‘rumzuexperimentieren.

Internationaler Amazon Preisvergleich

Gerade habe ich mal wieder mit den Amazon WebServices “herumgespielt” — bin jedesmal wieder begeistert wie schnell man mit REST-basierten WebServices und PHP5 zu einem Ergebnis kommt. Innerhalb von 10 Minuten hatte ich eine kleine quick&dirty Anwendung zusammengebaut, die mir für eine ASIN die Preise aller Amazon-Niederlassungen zusammensucht (inkl. Marketplace) und in Euro umrechnet. Dank SimpleXML in PHP5 bekommt “Rapid Development” wahrlich eine ganz neue Dimension ;-)
Da das aber so schnell ging, dachte ich mir beinahe schon, dass jemand anderes sowas schon entwickelt haben muss und tatsächlich: http://www.pricenoia.com tut genau das, was ich suche (und das auch viel besser :)
Amazon Marketplace hat sich in den letzten Monaten als nette Alternative zum Schnäppchen-Kauf von älteren DVDs, Büchern und CDs entwickelt. Der große Vorteil sind die einfache Bestellabwicklung (Bezahlung geht über Amazon Payment) und die festen Versandkosten (von Amazon vorgegeben). Während sich also bei ebay die Kunden gegenseitig überbieten (und dann öfters mit horrenden Versandkosten abgezockt werden), geht es bei Marketplace umgekehrt: Dort unterbieten sich die Anbieter, um an erster Stelle gelistet zu werden. Besonders bei DVDs, die älter als 2-3 Jahre sind, kann sich das Vergleichen mit ebay-Offerten lohnen.

Und wo wir gerade bei den Amazon WebServices sind: Deren neuer Dienst “S3” klingt interessant. Es ermöglicht das recht kostengünstige Speichern von beliebigen Daten auf deren Webservern, die dann über eine URI adressierbar sind. “Normale” Websites mit genügend Traffic-Reserven dürfte das kaum ansprechen, aber für stark frequentierte Websites (siehe “geheised” oder “slashdotted”) könnte das eine interessante Alternative sein, um statische Inhalte (vor allem fette Multimedia-Daten) auszulagern. Man zahlt auch nur das, was man wirklich braucht — also kein monatlicher Abo-Beitrag, sondern nur 16 Euro-Cent pro GB Traffic und 12 Euro-Cent pro GB genutztem Speicherplatz.

Serienplaner in Google Calendar

Der neue Google Kalender ist eine überraschend nützliche Angelegenheit. Ich bin immer mehr dazu verführt, meine Daten über Google zu verwalten. Meine E-Mails laufen schon über Gmail (allerdings habe ich noch ein imp/horde als backup), Google Map/Earth ist ein hübsches Spielzeug mit Mehrwert, Google Desktop Search ist tierisch praktisch. Aber das alles ist im Bezug auf den Datenschutz ein Spiel mit dem Feuer. Google Desktop indiziert meine Festplatte, meinen Suchverlauf und lagert die Index-Daten auf den Google Servern. Und wer weiss, wer theoretisch Zugriff auf meine E-Mails hätte. Aber es ist doch sooo praktisch, alles kostenlos über’s Web organisieren zu können. Vor allem für solche Webnomaden wie mich, die immer mal wieder an einem anderen Rechner arbeiten und jederzeit von überall Zugriff auf persönliche Daten/E-Mails haben wollen.

Nett ist die Import/Sharing-Funktion bei Google Calendar: Man kann nicht nur Kalender-Daten aus Outook et al. importieren, sondern auch Termine mit anderen Google Calendar Nutzern teilen. Wer beispielsweise die US-Ausstrahlungstermine von “Lost” in seinem Google Kalender sehen will, der füge dem Kalender einfach webcal://ical.mac.com/mcornill/lost.ics hinzu (Add Other Calendar / Public Calendar Address). Jetzt fehlt eigentlich nur noch eine Import-Funktion von myepisodes.com… sollte eigentlich nicht zu kompliziert sein, das von Google akzeptierte iCal Format ist ja offen und bekannt. Man muss also im Prinzip nur einen myepisodes RSS to iCal Parser schreiben.

Notfalls gibt es auch eine simple API namens Event Publisher. Einziges Problem hierbei: Man kann zwar Termine via einem Button auf einer Website zu seinem Kalender hinzufügen, aber es gibt dann keine Möglichkeit, über kurzfristige Terminänderungen informiert zu werden. Doch ich bin mir sicher, daran arbeiten die Google Leute bereits :)

Funkstrom

So sieht’s derzeit unter meinem Büro-Schreibtisch aus:

IMG_2267.jpg

Die Putzfrau macht gottseidank mittlerweile einen großen Bogen darum ;-). Und nein, ich blicke da auch nicht mehr durch. Funkstrom wäre wirklich ‘was praktisches.

InfoWiss Alumni: 0% arbeitslos

Über die letzten Wochen hat sich die Fachrichtung Informationswissenschaft in Saarbrücken bemüht, die Alumni der letzten Jahrgänge zu kontaktieren und deren beruflichen Werdegang in Erfahrung zu bringen. Aus Zeitgründen standen die Jahrgänge 1999 bis 2004 im Vordergrund, da dort noch am meisten Kontaktdaten vorlagen. Und es zeichnet sich ein erfreuliches Bild ab: Von 74 Absolventen konnten von 63 Personen der aktuelle Beschäftigungsstatus in Erfahrung gebracht werden. 62 haben derzeit einen Job, eine weitere Absolventin ist derzeit in Mutterschutz, wird aber demnächst in den Familienbetrieb ihres Mannes einsteigen. Und fast alle Absolventen haben eine Stelle gefunden, die eine große inhaltliche Nähe mit den Studiumsinhalten aufweisen: Seien es Jobs in IT-Unternehmen, Unternehmensberatungen, in den Medien-Branchen, aber auch in “traditionellen” Informations- und Dokumentationsbereichen.

Einen besseren “Beweis” für die „Gebrauchstauglichkeit“ der Saarbrücker informationswissenschaftlichen Ausbildung für die berufliche Praxis kann ich mir nur schwer vorstellen. Schade dass es im Wintersemester 2006/07 wohl keinen Nachwuchs mehr geben wird - die Nullquote ist vom Fakultätsrat beantragt und muss nun nur noch von den “Powers That Be” an der Saar-Uni offiziell bestätigt werden. Man hat nun immerhin eine Kommission eingesetzt, die möglichst “ergebnisoffen” die Möglichkeiten für einen zukünftigen Studiengang ausarbeiten soll. Darüberhinaus gilt eine W2-Vertretung der Professur (aber keine Neubesetzung) für mindestens zwei Semester als wahrscheinlich - ist aber auch noch nicht offiziell.

Eine genauere Aufschlüsselung der Berufsfelder findet sich hier.

Unfreiwillig(?) vielsagend platziert war übrigens ein Artikel in der “Welt kompakt” (Ausgabe Saarland) von Mitte Februar: Der Artikel über eine Schliessung des winzigen Fachs Informationswissenschaft war genau neben einen Artikel über den geplanten Erweiterungsbau des hiesigen Max-Planck-Instituts platziert worden. Alleine für den Architektenwettbewerb wurden 78.000 Euro (in Worten: achtundsiebzigtausend) ausgeschrieben.

Die Besoldung eines deutschen Professors beträgt als Jahresgrundgehalt bei 12 Monaten ohne Leistungsbezüge in der Besoldungsgruppe W 2 insgesamt 46.680 Euro p.a., in der Besoldungsgruppe W 3 insgesamt 56.683 Euro p.a. Der Besoldungsdurchschnitt mit Einbezug der Leistungsbezüge liegt an deutschen Hochschulen und Universitäten bei ca. 71.500 Euro.

(Quelle: Wikipedia)

Informationswissenschaft Saarbrücken vor dem Aus

Microsoft iPod Verpackung

Ach, das Folgende hat gerade einen schneematsch-grauen Tag sehr aufgehellt…

What if microsoft redesigned the ipod packaging?.

Human Ear Professional Edition.